Bilanzierung des Energiebedarfs von Gebäuden

Mit Hilfe der generierten geometrischen, bauphysikalischen und anlagentechnischen Daten kann eine energetische Bilanzierung zur Ermittlung des Nutz-, End- und Primärenergiebedarfes einzelner Gebäude durchgeführt werden. In Abb. 15 wird die 3D-Darstellung der Ergebnisse des Primärenergiebedarfs für ein konkretes Beispiel gezeigt.

 

Abb. 15: 3D-Darstellung des Primärenergiebedarfs eines Wohngebiets

Da die ermittelten Informationen aufgrund verschiedener Schätzvorgänge Unsicherheiten aufweisen, ist es nicht erforderlich, zur energetischen Bilanzierung Berechnungsverfahren hoher Genauigkeit anzuwenden. Aus diesem Grund wird im Gebäudeinformationssystem die vereinfachte Berechnung des Energiebedarfes mit dem Heizperiodenbilanzverfahren gemäß DIN 4108-6: 2003 implementiert. Dabei handelt es sich um eine Bilanzierung der Transmissionswärmeverluste der Gebäudehülle, der Lüftungswärmeverluste, der internen Wärmegewinne und der solaren Wärmegewinne über verglaste Flächen. Anhand der Heizperiodenlänge wird mittels Gradtagzahl der Nutzenergiebedarf bestimmt. Die vereinfachten Anlagenkennwerte werden dazu verwendet, End- und Primärenergiebedarf eines Gebäudes für Heizung und Trinkwarmwasser zu ermitteln.