Im ersten Schritt werden aus der beheizten Wohnfläche und der Anzahl der Vollgeschosse Flächen der wärmeübertragenden Hülle abgeschätzt. Abb. 7 stellt die Eingabemaske dar.

Abb. 7: Darstellung der Eingabemaske zur Abfragung von Gebäudeparametern, gemäß Loga et al., 2005
 

Zur Korrektur dieser ersten Abschätzung sind zusätzlich Angaben zum Grad der Beheizung von Keller und Dachgeschoss erforderlich. Im Falle eines beheizten oder teilweise beheizten Dachgeschosses wird außerdem ein Zuschlag für vorhandene Dachgauben vergeben. Gestreckte oder verwinkelte Grundrisse von Gebäuden, bei denen der Umfang gegenüber einem Quadrat mehr als 120% beträgt, werden mit einer vergrößerten Außenwandfläche berücksichtigt. Zudem fließt die Anbausituation eines Gebäudes in die Flächenschätzung ein. Dabei wird zwischen freistehend, einseitig oder zweiseitig angebaut unterschieden. Durch die Eingabemasken in Abb. 8 werden die gewünschten Informationen abgefragt.

Abb. 8: Darstellung der Eingabemaske zur Abfragung von Gebäudeparametern, gemäß Loga et al., 2005
 

Mit Hilfe dieser allgemeinen Daten, die ohne detaillierte Kenntnisse über ein Gebäude angegeben werden können, lassen sich Flächen für den unteren und oberen Gebäudeabschluss, die Außenwandflächen und die Fenster generieren. Das Verfahren ist anhand eines Datenbestandes von über 4000 Bauwerken mit repräsentativen Anteilen verschiedener Gebäudetypologien entwickelt worden. Die Standardabweichung des Flächenschätzverfahrens beträgt nach Loga et al., 2005 σ = 14,7%.