Bewertung der wärmeübertragenden Gebäudehülle

Den generierten Hüllflächen sollen im nächsten Schritt die für die energetische Bilanzierung eines Gebäudes notwendigen Wärmedurchgangskoeffizienten zugeordnet werden. Wesentliche Eingangsgrößen zur Bestimmung dieser bauphysikalischen Parameter sind das Baujahr des Gebäudes bzw. dessen Baualtersklasse und die Art der Baukonstruktion. Bei der Art der Baukonstruktion ist die Unterscheidung zwischen Massiv- und Holzbauweise ausreichend, um den Bauteilen entsprechend ihres Alters einen typischen Wärmedurchgangskoeffizienten zuzuschreiben. Diese notwendigen Daten werden durch die Eingabemaske in Abb. 7  und Abb. 9 abgefragt.

Abb. 9: Darstellung der Eingabemaske zur Abfragung der Bauweise, gemäß Loga et al., 2005

Nachträglich aufgebrachte Dämmschichten werden mit Hilfe einer Modifikation der ursprünglichen Wärmedurchgangskoeffizienten, gemäß der Abb. 10 berücksichtigt.

Abb. 10: Darstellung der Eingabemaske zur Abfragung von Dämmschichten, gemäß Loga et al., 2005

Für die Definition bauphysikalischer Eigenschaften der Fenster sind, wie in Abb. 11 zu erkennen ist, zusätzliche Angaben erforderlich. Hierbei ist insbesondere die Art der Verglasung ein entscheidender Einflussfaktor. Eine Kategorisierung in Einfach- oder Doppelverglasungen ist für die thermische Qualität substanziell. Anhand der Verglasungsart und deren Einbaujahres ist zusätzlich eine Abschätzung des Gesamtenergiedurchlassgrades möglich. Über die Informationen zur Verglasung hinaus ist die Kenntnis über das Material des Fensterrahmens erforderlich. Dabei wird zwischen Holz-, Metall- und Kunststoffrahmen unterschieden.

Abb. 11: Darstellung der Eingabemaske zur Abfragung der Fensterdaten, gemäß Loga et al., 2005