Das GEKIS-System unterteilt sich in serverseitig und clientseitig agierenden Komponenten sowie Skripten, die in ihrer Zusammenarbeit das Informationssystem erzeugen.

Abb. 18: Die Systemarchitektur des GEKIS-Gebäudeinformationssystems

Auf der Clientseite interagieren HTML- und Javascript-Skripte mit einem Google Earth Plugin. Während die Skripte Nutzereingaben und die daraus generierten System-Outputs verarbeiten, dient das Plugin als Visualisierungsplattform für dreidimensionale Gebäudeobjekte. Deren geometrische und bauphysikalische Parameter definieren sich über Eingaben in einer HTML-Oberfläche und über bereits in vorhergegangen Sessions erstellte Gebäudeattribute. Abb. 18 zeigt die server- und clientseitig interagierenden Bestandteile des GEKIS-Systems.

In Interaktion mit einer serverseitig agierenden Datenbank erfolgt die Verwaltung der Daten und der Geometrien. Für diese Datenbank wird PostgreSQL mit einem PostGIS-Aufsatz  zur  serverseitigen Speicherung der dreidimensionalen Geometrien verwendet. PHP-Skripte erlauben dem Nutzer eine Interaktion mit der Datenbank und den gespeicherten Daten. Ebenso erzeugen sie Output-Streams, welche neben den 3D-Modellen im KML-Format die vom Nutzer abgefragten Gebäudeinformationen enthalten.

 

Zusätzlich zu dem Erzeugen der 3D-Objekte erfolgt innerhalb von PHP die Kalkulation von bauphysikalischen Variablen, die als Bestandteil der Analyse-Funktion eventuelle Einsparpotentiale anzeigen. In der schematischen Darstellung der Abb. 19 ist ersichtlich, dass sich das System in zwei große Bereiche unterteilt. Während der linke Abschnitt zum Erzeugen geometrischer Daten und deren Speicherung und Umwandlung in ein lesbares Geodatenformat dient, laufen die bauphysikalischen Parametererhebungen und Berechnungen in Abschnitt zwei ab. In diesem Bereich werden darüber hinaus bauphysikalische Berechnungen mit der 3D-Visualisieruing verknüpft und anschaulich innerhalb der Benutzeroberfläche dargestellt.

Abb. 19: Interaktion von Benutzer-, Skript- und Datenverwaltungsebene innerhalb des GEKIS-Systems