Die Auswirkung geplanter Sanierungsmassnahmen auf die Anlageneffizienz können innerhalb des GEKIS-Systems im vorab simuliert werden. Dabei ist diese Simulation bei einem einzelnen Gebäudeobjekt, einer gesamten Siedlung oder nur einer selektiven Auswahl aus dem Gesamtdatenbestand möglich. Die Darstellung der Objekte erfolgt entweder entsprechend einer vordefinierten Farbgebung oder anhand des berechneten Primärenergiebedarfes. Ein Beispiel für Letzteres gibt Abb.4.

 

Analyse eines einzelnen Objektes

An einem neuen (oder bestehenden) einzelnen Gebäudeobjekt können mit Hilfe der Einzelhausanalyse verschiedene Sanierungsmassnahmen und deren Einfluss auf den Primärenergiebedarf simuliert werden.

Dafür verwendet der Nutzer eine Eingabemaske, welche für die bauphysikalische Berechnung wichtige Daten wie Dämmschichtdicken, Anlagentechnik, der Wohnsituation (z.B. der Anbau eines Nachbargebäudes) bis hin zur Art der Warmwasseraufbereitung abfragt.

Abb. 4: Anhand von Gebäudemaßen durch das System generiertes Modell.

Diese Daten werden für eine spätere Verwendung in der Datenbank abgespeichert. Anhand dessen wird ein Schätzverfahren angewendet, welches die Auswirkung jeder Sanierungsmaßnahme in 3D, tabellarisch (Tabelle 1) oder als Diagramm veranschaulicht.

 

Tabelle 1: Transmissionswärmeverluste einer Gebäudeselektion nach erfolgreicher Durchführung von Dämmmaßnahmen.

Analyse mehrerer Gebäude:

Die Analyse mehrerer Gebäudeobjekte ist besonders für Immobilienbesitzer von Vorteil, die ganze Straßenzüge verwalten und dort nach Einsparmöglichkeiten suchen müssen. Für diese werden bestimmten Kriterien (wie z. B. eine Wertespanne) festgelegt, für die eine Simulation durchgeführt werden soll.

Abb. 5: Anhand ihrer Primärenergiewerte farblich klassifizierte Gebäude.

Abb. 6: Gebäudeselektion mit einem Primärenergiebedarf von >375 kWh/m²a.

So können aus einem Gesamtdatenbestand exemplarisch die Gebäude ausgewählt werden, welche einen Primärenergiebedarf über 375 kWh/m²a aufweisen. Für diese Auswahl wird der Effekt von modernisierten Fenstern getestet (Abb. 6). Neben einer tabellarischen Aufbereitung der sich

Abb. 7: Gebäudeselektion mit neu eingebauten Alu- und Kunststofffenstern.

Abb. 8: Energetisch, durch umfassende Wärmedämmmaßnahmen aufgewerteten Gebäude.

verändernden Parameter zeigt Abb. 7 eine farbliche Veränderung der ausgewählten Objekte zu einem niedrigeren Energieverbrauch hin. Durch den weiteren Einbau von einer jeweils 10 cm dicken Aussenwand-, Dachboden-, und Kellerdämmung verbessert sich der Primärenergiebedarf, je nach Bauweise, auf einen jährlichen Bedarf von unter 100 kWh/m²a. Abb. 8 zeigt eine derartige Gebäudeselektion. Diese hat einen wesentlich geringeren Bedarf an kWh/m²a als in der Ausgangslage. Weiterhin geben Diagramme einen Überblick über die gewonnenen Einsparungen (Diagramm 1).

 

Diagramm 1: Kreisdiagramm zu den Transmissionswärmeverlusten einzelner Bauteile nach Durchführung einer Simulation über die Wirkung von Dämmmaßnahmen.