Für die Eingabe von mehr als ein Gebäude steht ein Importtool zur Verfügung. Dieses kann CSV-Tabellen importieren und auf deren Basis eine automatische Berechnung des jeweiligen Energiebedarfes vornehmen. Zusätzlich erfolgt eine automatische 3D-Modellierung der Gebäudedaten. Das Importtool kann bis zu 150 Gebäude gleichzeitig importieren. Die geschätzte Berechnungszeit für Datenimport, Berechnung und Generierung des 3D-Modell liegt bei ca. 10 min.

Abb. 15: Oberfläche des Importtools

Zu den CSV-Daten stellt GEKIS eine bereits vordefinierte Datei zur Verfügung, deren Spalten und Wertigkeiten übernommen werden können. Alternativ besitzt das System eine Prüffunktion, um die Eingaben den Attributstabellen der Datenbank richtig zuzuordnen.

 

Abb. 16 zeigt, wie innerhalb der Eingabemaske Spaltennamen der CSV-Tabelle mit den Vorgaben der Datenbank abgeglichen werden.  Der Nutzer kann manuell die nicht vom System erkannten Tabellennamen richtig zuordnen.

Abb. 16:Teil der Eingabemaske des Importtools mit vorselektierten Feldern

 

In einen weiteren Schritt werden die Spaltenattribute mit den vordefinierten Berechnungsparametern verglichen, wie Abb. 16 zeigt.

Abb. 17: Funktion zum Anpassen der Spalteninhalte im Importtool

Nach Abgleich der Spaltennamen und Spalteninhalte erfolgt die Speicherung der Werte im System. Zeitgleich erfolgt, wie beim einzelnen Objekt, die Berechnung der Bauphysik sowie deren Speicherung.

Im Anschluss kann unter Verwendung des Modellierungstools für die geladenen Attribute 3D-Modelle erstellt werden. Für dieses werden die in der CSV-Tabelle enthaltenen Gebäudeadressen geocodiert, d.h. in von Google Earth lesbare Koordinaten umgewandelt. Anhand der Angaben zum Gebäude (Grundrissform, beheizungsgrad, Etagenzahl) wird die Gebäude-Geometrie geschätzt .So geht das System von einen Seitenverhältnis 1:3 bei einen gestreckten Gebäude und 2:3 bei einen kompakten aus. Die Seitenlängen berechnen sich aus der gemittelten Wohnfläche pro Etage. Bei einen beheizten Dachgeschoss oder teilweise beheizten wird als Standarddachform ein Satteldach verwendet. Bei unbeheizten Dachgeschoss ein Flachdach.
Aus der Distanz des platzierten Gebäudes zur nächstgelegenen Straße wird zudem ein Richtungswinkel berechnet, der die Ausrichtung der Gebäudeseiten entlang der Straßen erlaubt (s. Abb. 17).


Abb. 18: Berechnung der Ausrichtung des Gebäudes zur Straße

Anhand der geschätzten Werte zu Richtungswinkel, Gebäudedaten und auf Basis der Koordinaten wird das Gebäude in Google Earth platziert. Abb. 18 zeigt einen Ausschnitt von exemplarisch platzierten Gebäuden aus einem Testdatensatz.


Abb. 19: Automatisch platzierte Gebäude. Die Geometrie basiert auf Schätzwerte. Die Positionierung erfolgte durch Geocodierung der Adresse. Die Ausrichtung zur Straße anhand der Berechnung des Richtungswinkels.

Eine manuelle Korrektion der Gebäudeposition dieser automatisch berechneten Gebäudeposition ist besonders bei Häusern an privaten Zufahrtwegen notwendig. Deren Position kann von Google nicht genau berechnet werden, daher nimmt das System den nächstgelegenen Punkt. Die Position sowie die geschätzten Gebäudeparameter können daher manuell vom Anwender korrigiert werden.