Ein wichtiger Bestandteil des Systems ist die Projektion der Berechnungsergebnisse auf 3D-Gebäudemodelle. Ziel ist eine räumliche Veranschaulichung von Energie-Einsparpotentialen. Eine Simulation ohne die Visualisierungskomponente ist zwar möglich, allerdings stünde dem Nutzer in diesem Fall nicht die gesamte Bandbreite der Funktionen zur Verfügung. Eine Verwendung von 3D-Gebäudemodellen als Visualisierungsgrundlage ist daher zu empfehlen.

Das GEKIS-System verwendet vektorbasierte 3D-Modelle, welche eine hohe Dynamik in der Darstellung bieten. Im Gegensatz zu den massiven Gebäudemodellen, welche bisher für vergleichbare Systeme verwendet wurden, kann sich das System aus dem Bestand dynamisch einzelne Hausobjekte anzeigen lassen.

Die hierfür verwendeten Modelle werden entweder systemintern erzeugt oder von dem Nutzer in die Datenbank importiert. Im letzteren Fall können die Modelle einer Vielzahl von Quellen entstammen. Prädominierendes Merkmal muss aber das vektorbasierte Format sein, da das System aktuell nur mit diesem agieren kann. Diese Modelle, wie exemplarisch in Abb. 2 gezeigt, können entweder aus bereits bestehenden Gebäude-Modellen abgeleitet oder manuell anhand von Bauzeichnungen oder Laserscans erstellt werden.

Abb. 2: Detailliertes Vektorenmodell eines Hausobjektes.
Modelliert anhand von Bauzeichnungen.

Da die Generierung der Gebäude-Modelle einen hohen Arbeitsaufwand beinhaltet, gibt es innerhalb des GEKIS-Systems ein Modellierungstool, das sich aktuell noch im Aufbau befindet.

 

Dieses Tool erlaubt den Nutzer anhand von Daten, wie Gebäudelänge, -breite, Geschosszahl und Dachform, ein vereinfachtes 3D-Gebäude-Modell zu erstellen, welches dann als Visualisierungsgrundlage dient. Aktuell erzeugt dieses Tool ein Modell mit einen geringen Detailierungsgrad (Abb. 3), welches ohne großen Aufwand vom Nutzer innerhalb weniger Sekunden erstellt und gespeichert werden kann.

Abb. 3: Anhand von Gebäudemaßen durch das System generiertes Modell.